Alkohol in der Familie

In einer Beziehung, in der einer trinkt, leidet auch der Partner. Verschweigen, Lügen und persönliche Niederlagen machen einen beträchtlichen Teil des Alltags aus. Oft werden die Probleme in der Hoffnung verdeckt, dass sich etwas ändern würde. Aus Liebe versucht man seinen Partner zu schützen, während langsam alles auseinander fällt. Doch ohne eine radikale Lösung, ohne Hilfe von außen, besteht oft wenig Hoffnung.

Und was ist mit den Kindern? Merken die etwas? Viele Kinder, die mit trinkenden Eltern aufwachsen, übernehmen deren Rolle, versorgen ihre Geschwister und halten das Familienleben aufrecht. Ihre Loyalität gegenüber Vater und Mutter ist einzigartig.

Doch die Situation kann ihnen nicht verborgen bleiben. Ihre fragenden, scheuen Blicke interpretiert der trinkende Vater oder die Mutter gern um: Probleme in der Schule, mit Freunden werden dafür verantwortlich gemacht. Der Selbstbetrug des trinkenden Elternteils kennt keine Grenzen.

Kinder haben Antennen, die Erwachsene oft nicht bemerken. Einen inneren Seismografen, der ihnen sagt, dass etwas falsch ist. Und ihr Alltag ist verbunden mit Unsicherheit, Unberechenbarkeit und der Angst davor, was sie zu Haus vorfinden, wenn sie von der Schule oder vom Kindergarten heimkommen.

Später im Leben laufen sie Gefahr, selbst suchtkrank zu werden oder leiden unter Angstzuständen, Depressionen, Magersucht und einem geringen Selbstwertgefühl.

Sein Alkoholproblem muss jede(r) für sich selbst lösen. Aber er oder sie muss es nicht alleine tun. Denn es gibt Selbsthilfegruppen – und die Familienklubs.

Nächster Termin

Sponsor

Familienklubs werden gefördert durch

BARMER GEK